Die Schnellübersicht über meine Reise
Donnerstag, 04. Juni 2026: Ankunft in den Ostfjorden
Seyðisfjörður: Ankunft mit der Fähre Norröna im malerischen Hafenort der Ostfjorde.
Historisches Hafengebäude: Übernachtung in dem gemütlichen, alten Hostel direkt im Ort.
Freitag, 05. Juni 2026: Die raue Wildnis der Ostfjorde
Gufufoss: Ein malerischer Wasserfall, der elegant in die Tiefe stürzt.
US Navy LCM Landungsboot: Besuch des geschichtsträchtigen und stummen Wracks aus der Vergangenheit.
Samstag, 06. Juni 2026: Entlang der Fjorde nach Norden
Östlichster Autopunkt & Ältester Leuchtturm: Fahrt entlang der dramatischen Klippen und Steilküsten zu den markanten Küstenpunkten.
Neskaupstaður: Fahrt in den Fjordort, um die kleine (leider verschlossene) Kirche zu besichtigen.
Páskahellir: Eine abwechslungsreiche Wanderung zu dieser bekannten Höhle am Fjord.
Örtliches Schwimmbad (Grunnskóli): Entspannung im heißen Topf (Hot Tub) des kleinen Dorfbades.
Schlucht im Nordosten: Übernachtung an einer wilden Schlucht mit Fluss- und Meeresblick.
Sonntag, 07. Juni 2026: Auf der Ringstraße Richtung Süden
Jökulsárlón (Gletscherlagune): Trotz Dauerregens und Sturms ein Spaziergang abseits der Massen an der berühmten Lagune mit Eisbergen.
Montag, 08. Juni 2026: Die Klassiker der Südküste
Vík í Mýrdal: Besuch des südlichsten Ortes Islands.
Reynisdrangar & Basalthöhle: Der weltberühmte schwarze Sandstrand mit den monumentalen, 66 Meter hohen Felsnadeln im Atlantik.
Südküsten-Wasserfälle: Vorbeifahrt am Seljalandsfoss und Skógafoss (aufgrund von Touristenmassen und Parkgebühren ohne langen Stopp).
Dyrhólaey: Der markante Felsklotz mit der Felsbrücke und dem Leuchtturm (beobachtet aus der Distanz).
Dienstag, 09. Juni 2026: Vulkane und schwarze Strände
Seljalandsfoss: Ein schneller Fotostopp am berühmten Wasserfall, dieses Mal am frühen Morgen ohne Menschenmassen.
LAVA Centre (Volcano Center): Exklusiver Besuch der Multimediashow über Islands Vulkanausbrüche inklusive der Erdbeben-Simulationsbox.
Eyjafjallajökull: Blick auf die mächtigen Gletscherflächen oberhalb der Südküste.
Schwarzer Sandstrand an der Südküste: Ein ausgiebiger Strandspaziergang zu den verwitterten Überresten eines alten Holzbootes im Sand mit Blick auf die Westmännerinseln.
Mittwoch, 10. Juni 2026: Ausflug auf die Westmännerinseln (Vestmannaeyjar)
Fährhafen Landeyjahöfn: Überfahrt mit der Autofähre nach Heimaey.
Heimaey / "Island im Kleinen": Aufbau des Zeltes in der kleinen Inselhauptstadt.
Eldfell (Feuerberg): Wanderung auf den geschichtsträchtigen Vulkan (bekannt durch den Ausbruch von 1973) inmitten blühender Lupinenfelder und mit phänomenaler Aussicht
Donnerstag, 11. Juni 2026: Sturmböen, Puffins und Insel-Engel
Klippen-Wanderung: Beobachtung von Papageitauchern (Puffins) aus nächster Nähe in einem sturmsicheren Beobachtungshäuschen.
Stafnesviti Leuchtturm & Elephant Rock: Wanderung zum einsamen Küstenpunkt und ein glücklicher Lifthilfe-Stopp durch einen lokalen Trailengel inklusive exklusiver Stadtführung.
Heiðarvegur (Hausberg-Leitern): Mutiger Kletterversuch an den senkrechten Leitern der nackten Felswand, abgebrochen wegen der extremen Sturmböen.
Herzliche Begegnungen: Spontane Einladung zum Essen durch eine palästinensische Familie auf dem Campingplatz.
Samstag, 13. Juni 2026: Staub, Schmelzwasser und Hochland-Pisten
Route 35 (Kjalvegur): Fahrt vom Fährhafen direkt ins zentrale Hochland auf der rauen Schotterpiste mit abgesenktem Reifendruck für mehr Fahrkomfort.
Kerlingarfjöll & Hveradalir: Erkundung des imposanten Vulkanmassivs und des farbenprächtigen, digital erschlossenen Solfatarengebiets voller Dampfsäulen.
Hveravellir: Kurzer Stopp im Geothermalgebiet, Auslassen des Hot Pools aus Rücksicht auf eine Erkältung.
Schmelzwasser-See: Erfolgreiche und wendige Durchquerung einer unvorhergesehenen, großen Pistenüberflutung im noch nicht offiziell freigegebenen Nordteil der Route 35.
Blöndulón-Stausee: Mystische Übernachtung am Seeufer inklusive nächtlichem Fotostopp der rot-goldenen Mitternachtssonne.
Sonntag, 14. Juni 2026: Von Basaltsäulen, Seehunden und einer Saga
Halbinsel Reykjaströnd: Fahrt über die ruppige, ehemalige F-Straße an die wilde Nordküste.
Skarðsviti-Leuchtturm: Klippen-Erkundung an einer skurrilen Kulisse aus perfekt geformten, waagerecht und senkrecht gestapelten Basaltsäulen.
Seehund-Beobachtung & Ketubjörg: Geduldiges Sichten von Seehundköpfen im Meer und Blick auf den 120 Meter hohen Wasserfall, der direkt in den Ozean stürzt.
Grettislaug (Hot Pool): Tiefenentspannendes Bad im historischen Natursteinbecken bei Reykir mit Blick auf die geschichtsträchtige Saga-Insel Drangey.
(Montag, 15. Juni 2026: Fahrt nach Dalvík)
Dienstag, 16. Juni 2026: Whalewatching im Akureyri-Fjord
Eyjafjörður (Wale-Tour): Bootsausflug bei Traumwetter auf dem Fjord nahe Akureyri; im dicken Überlebensanzug ging es auf die erfolgreiche Suche nach Buckel- und Minkwalen.
Einsames Tal: Ausgiebige Nachmittagswanderung im Wind zur emotionalen Auseinandersetzung und zum Gedenken an den verstorbenen Zwillingsbruder.
Dalvík-Stellplatz: Erneute, ruhige Übernachtung an einem bewährten Naturplatz abseits der Ringstraße.
Mittwoch, 17. Juni 2026: Nationalfeiertag, Künstlerflair und eine Raumkapsel
Dalvík: Idyllischer Morgenkaffee am bewährten Stellplatz in Gesellschaft von Schneehühnern und mit Blick auf wolkenverhangene Bergwipfel.
Nationalfeiertag: Aufgrund der Feierlichkeiten zur isländischen Republikgründung von 1944 bleibt die geplante Kaffeepause an der Tankstelle aus – alles hat geschlossen.
Hjalteyri: Erkundung des ehemaligen Fischverarbeitungsdorfes; die riesige, alte Fischfabrik versprüht eine Mischung aus rauem „Lost Place“ und kreativem Künstleranwesen.
Roller-Duell: Eine herzliche Begegnung mit einem isländischen Jungen inklusive Fachgespräch und einer Tretroller-Demonstration auf dem „Gletscherfloh“.
Akureyri: Fahrt in die Stadt bei einsetzendem Nieselregen für das erste Eis der Reise und Bezug einer modernen Raumkapsel als zweitägige Komfort-Auszeit, um die hartnäckige Erkältung auszukurieren.
Donnerstag, 18. Juni & Freitag, 19. Juni 2026: Regentage und „Zerodays“ im Norden
Vanlife im Wandel: Nachdenkliche Momente im „Gletscherfloh“ über den spürbaren Wandel des Island-Tourismus (Maut, Parkgebühren, Übernachtungsverbote) im Vergleich zu früher.
Pacific Crest Trail Skills: Praktisches Reisen ohne Kühlschrank dank gezielter Kurzeinkäufe ohne Food Waste und das Erleben der traditionellen Geste, als Wanderer eine Banane gratis zu bekommen.
Akureyri (Zerodays): Einlegen von zwei bewussten Regenerationstagen aufgrund des ungewöhnlich kalten, verregneten Juni-Wetters (unter 10 °C) zum Sichten der Foto- und Drohnenaufnahmen im warmen Aufenthaltsraum des Kapselhotels.
Regen-Nachmittag: Eine frische Vormittagswanderung gefolgt von ausgiebiger Entspannung im heißen Dorfpoll-Schwimmbad, um das Schmuddelwetter auszusitzen.
Samstag, 20. Juni 2026: Neuschnee, Torfhäuser und Heringsgeschichte
Dalvík & Akureyri: Erwachen bei stürmischen 4 °C und frischem Neuschnee auf den Berggipfeln; Erledigung von Einkäufen und Aufwärmen im örtlichen Schwimmbad.
Historischer Hof Laufás: Besuch des prächtig erhaltenen, labyrinthartigen Torfhofs aus dem 19. Jahrhundert am Eyjafjörður, der faszinierende Einblicke in die historische isländische Architektur und das einstige Pfarrersleben bietet.
Siglufjörður: Kulturstopp im bekannten Heringsmuseum der Region.
Sonntag, 21. Juni & Montag, 22. Juni 2026: Das arktische Sehnsuchtsziel Grímsey
Fährfahrt mit der „Sæfari“: Dreistündige, extrem stürmische Expedition über den wilden Eyjafjörður mit unbarmherziger Seekrankheit an Bord.
Insel Grímsey: Intensives Erkunden (26 Kilometer Fußweg) der grünen Vulkaninsel mit ihren dramatischen Basalt-Steilküsten direkt auf dem nördlichen Polarkreis.
Puffin-Paradies: Faszinierende Beobachtungen tausender drolliger Papageitauchender an den rauen Klippen aus nächster Nähe.
Sommersonnenwende: Ein magischer, wolkenloser Moment der Mitternachtssonne am Kunstwerk „Orbis et Globus“ in endlos warmem, romantischem Licht.
Herzliche Insel-Begegnungen: Kauf eines handgestrickten Islandpullovers in Sandvík und bereichernde Gespräche mit einer französischen Fotografin, einem kalifornischen Reisenden und Campern aus Montana.
Rückfahrt: Eine versöhnliche, spürbar ruhigere Fährüberfahrt zurück zum Festland.
(Dienstag, 23. Juni 2026: Fahrt nach Húsavík)
Mittwoch, 24. Juni 2026: Wellness, Waschtag und arktisches Nachtlager in Húsavík
Húsavík (Campingplatz): Strategische Planung eines dringend nötigen Waschtags im feinsten Island-Grau unter Ausnutzung der Campingplatz-Infrastruktur.
GeoSea-Geobad: Ausgiebiges Wellness-Baden im heißen Thermalbad hoch über dem Skjálfandi-Fjord mit Blick auf vorbeiziehende Walbeobachtungsschiffe, unterbrochen von einem plötzlichen Ansturm einer Reisegruppe.
Pool-Bekanntschaft: Ein tiefgründiges, langes Gespräch im heißen Wasser mit Petra aus Wien über deren Tierschutz-Stiftung.
Schneerand-Nachtlager: Fahrt am frühen Abend ins karge Hochland bis kurz vor die gewaltigen Wasserfälle Dettifoss und Hafragilsfoss für eine einsame Übernachtung zwischen Schneeresten direkt unter der Wolkendecke.
Donnerstag, 25. Juni 2026: Vulkane, Kontinentalspalten und Europas stärkster Wasserfall
Solfatarenfeld Námafjall: Rutschiger Aufstieg auf den ockerfarbenen Bergkamm durch eine kochende, dampfende Marslandschaft voller zäher Schwefel-Schlammtöpfe.
Krafla-Vulkansystem: Wanderung am steilen Kraterrand des tiefblauen, türkisfarbenen Kratersees Víti („Hölle“) sowie Erkundung des geothermalen Lavafelds Leirhnjúkur, dessen Boden spürbare Restwärme aus den Ausbrüchen der 1970er/80er Jahre abgibt.
Wasserfall-Spektakel der Jökulsá: Besuch von insgesamt vier gewaltigen Wasserfällen inmitten der kargen Steinwüste (Goðafoss, Selfoss, Dettifoss und Hafragilsfoss).
Nervenkitzel am Dettifoss: Spektakulärer und mutiger Drohnenflug direkt über dem ohrenbetäubenden, erzitternden Abgrund des stärksten Wasserfalls Europas.
Grjótagjá-Höhle: Magischer Nachtplatz direkt auf dem kilometerlangen Riss zwischen der eurasischen und nordamerikanischen Kontinentalplatte mit Blick in die blau schimmernde, geschichtsträchtige Lavahöhle.
Windstiller Mückentanz: Fertigstellung der zweiten Strickstulpe am Abend, begleitet von einem wilden, aber stichfreien Krabbel-Mückentanz am windstillen Mývatn.
Freitag, 26. Juni 2026: Krater-Jogging, die Trolle von Mývatn und ein herrenloser Rucksack
Hverfjall (Havrfjall): Spontane, ungeplante Krater-Wanderung ganz ohne Ausrüstung („nur ich“) mit einem überwältigenden, außerirdischen Ausblick vom windigen Kraterrand und anschließendem Runterjoggen.
Abenteuer am Parkplatz: Eine charmante, auf Englisch gelöste Notfall-Türöffnung an der Bezahloilette und ein schnelles Energietanken im Supermarkt.
Vindbelgjarfjall (529 m): Konditionstraining und windiger Aufstieg auf den „Windberg“ am Nachmittag nach überstandener Grippe – ganz ohne lästige Fliegen.
Dimmuborgir: Abendlicher Spaziergang auf den Spuren der isländischen Trolle inklusive Sicherung eines herrenlosen Rucksacks auf dem Parkplatz, der eine Stunde später glücklich an deutsche Besitzer zurückgegeben wird.
Samstag, 27. Juni 2026: Arktische Schluchten, Lupinen-Duft und ein charmantes Küstenhostel
Morgendliches Námafjall: Ein zweiter, bewusst früher Drohnenflug und ungestörtes Staunen über die dampfende, farbenprächtige Kulisse vor dem großen Touristenansturm.
Ásbyrgi-Schlucht: Fahrt nach Norden zur imposanten, hufeisenförmigen Schlucht mit einer kurzen Wanderung durch das kleine Wäldchen.
Fahrt nach Kópasker: Eine traumhafte Küstenfahrt durch intensiv duftende, blühende Lupinenfelder, abgerundet durch einen langen Spaziergang am schwarzen Strand inmitten schimpfender Seeschwalben.
Kópasker-Hostel: Bezug eines einfachen, aber charaktervollen und preiswerten Hostels bei dem älteren Isländer Benedikt für zwei Nächte, um ein heranziehendes Starkregen- und Sturmgebiet auszusitzen.
Projekt-Backup: Gemütlicher Ausklang im Trockenen mit dem Sichern von Bilddateien und dem Versenden der ersten Speicherkarten an Gerald für den geplanten Reisefilm.
Sonntag, 28. Juni 2026: Willy, Weite und plötzlicher Gegenwind
Willys Premiere: Start der ersten großen Tretroller-Runde mit dem frisch aufgepäppelten „Scheunenkind“-Kickbike (Finnscoot) samt umfunktionierter Lenkertasche für die schwere Zelt-Ausrüstung.
Melrakkaslétta-Halbinsel: Fahrt bei anfänglichem Nieselregen von Kópasker Richtung Raufarhöfn; die unendliche, schweigende Tundra- und Lava-Landschaft unter riesigem Himmel fasziniert von der ersten Sekunde an.
Hüftschmerz & Mentaler Kampf: Trotz plötzlich einsetzender Hüftschmerzen und Humpel-Phasen geht es mit purer Willenskraft und Durchhaltevermögen immer weiter.
Raufarhöfn: Ankunft nach einem harten Kampf gegen eisigen, frontalen Gegenwind auf den letzten Kilometern; entspannendes Aufwärmen im heißen Topf des örtlichen Schwimmbads nach einer Portion Fish and Chips.
Montag, 29. Juni 2026: Arktische Weite und der mentale Notfall
Arctic Henge: Früher Start um 4:30 Uhr (ohne Kaffee) zu den monumentalen, mystischen Steinmonumenten bei Raufarhöfn inklusive erfolgreichem Selfie-Drohnenflug.
Die Einsamkeit des Nordens: Fahrt entlang der endlosen arktischen Küste voller Treibholz-Baumstämme inmitten blühender Butterblumen, Seevögel und einer besorgten, aber lieben Autofahrer-Begegnung.
Mentaler Einbruch: Ein schwerer Erschöpfungsmoment bei Kilometer 20 im harten Kampf gegen den aggressiven Seitenwind wird durch ein ernstes, motivierendes Selbstgespräch und einen Hafer-Riegel überwunden.
Hostel-Ankunft: Nach stolzen 54 Kilometern (davon 34 Kilometer marschiert und geschoben) glückliche Ankunft am Abend, gefolgt von einer heißen Dusche und einer großen Portion Nudeln.
Dienstag, 30. Juni 2026: Pausentag und Basaltkunstwerke in Kópasker
Regeneration: Einlegen eines dringend benötigten Ruhetags wegen heftigen Muskelkaters in Kópasker.
Kieselstrand-Ausflug: Entspannter Spaziergang an der wilden Kieselküste mit faszinierenden, von der Natur geformten Basalt-Kunstwerken, nistenden Möwen und dem leidenschaftlichen Sammeln tiefschwarzer Steine.
Robben-Sichtung: Ein friedlicher Ausklang des Regenerationstages mit der Beobachtung von Robben am örtlichen Strand.
(Mittwoch, 01. Juli 2026: Ohne direkten Eintrag / Weiterreise)
Donnerstag, 02. Juli 2026: Langanes-Kap am Ende der Welt
Rauðanes Point: Einsame Frühwanderung entlang spektakulärer Klippenpfade, bizarrer Brandungstore, Felsnadeln und zutraulicher Papageitaucher.
Þórshöfn: Gemütlicher Bummel durch das abgelegene, ursprüngliche 380-Einwohner-Fischerdorf inklusive Rücken-Training im Studio und einem eisigen Kontrastbad (40 °C Hot Pot vs. 3 °C Wasserbottich) im Schwimmbad.
Langanes-Halbinsel: Fahrt über eine ruppige Piste entlang melancholischer Ruinen und verlassener Geisterhöfe aus der alten Heringsboom-Zeit.
Kliff Skoruvíkurbjarg: Atemberaubendes „Tölpelkino“ an der spektakulären Aussichtsplattform Járnkarlinn („Eiserner Mann“) hoch über einer riesigen Basstölpel-Kolonie am Felsen Stóri Karl.
Nachtlager am Kliff: Einsame Übernachtung mit freiem Blick nach Norden und einem nächtlichen Fotostopp der magischen Mitternachtssonne.
Freitag, 03. Juli 2026: Islandpferde, Walskelette und der östlichste Leuchtturm
Begegnung mit Fohlen: Ein langer Kuschel- und Fotostopp inmitten einer großen Gruppe neugieriger Islandpferde auf der Schotterpiste zurück nach Þórshöfn.
Gruseliges Strandgut: Entdeckung zweier riesiger, von Seeschwalben bewachten Walskelette im Treibholz an der Küste.
Bakkafjörður: Wanderung auf einer windigen Klippe zum östlichsten Leuchtturm Islands, untermalt von blühenden Miniblumen, freundlichen Schafen und dem Sammeln weicher Schafwolle.
Vopnafjörður: Zwischenstopp am schwarzen Badestrand mit Sichtung junger Austernfischer und Kaskaden-Blick auf den Wasserfall Gljúfursárfoss inklusive nettem Gespräch mit einem polnischen Reisepaar.
Samstag, 04. Juli 2026: Der 5-Liter-Irrtum und die Bruchpiloten von Hafnarhólmi
Egilsstaðir: Erledigung von Alltagssorgen und Kauf eines riesigen 5-Liter-Kanisters Scheibenwischwasser, von dem am Ende mangels Tankgröße die Hälfte spazieren gefahren werden muss.
Bakkagerði & Hafnarhólmi: Stundenlanges, faszinierendes Beobachten unzähliger Papageitaucher am berühmten Puffin-Felsen; Amüsement über die uneleganten, windigen Landungsversuche im ständigen Clinch mit diebischen Möwen.
Stürmischer Genuss: Ausklang des Tages bei einer kleinen Abendwanderung zwischen blühenden Lupinen und einem feinen Mahl aus Lammrippchen, Knoblauch und Zwiebeln in der Mini-Pfanne, während der Sturm am „Floh“ rüttelt.
Sonntag, 05. Juli 2026: Das Traumtal von Brúnavík
Puffin-Morgen: Ein einsamer, früher Besuch am Puffin-Felsen ganz ohne die späteren Fotografenmassen, um den Vögeln beim emsigen Fische-Anschleppen zuzusehen.
Pass Brúnavíkurskarð: Anstrengende, aber landschaftlich fantastische Wanderung über den Pass hinab in eine einsame, nur zu Fuß erreichbare Bucht.
Begegnungen im Wind: Gemütliches Fachsimpeln mit zwei kanadischen Backpackern und eine geteilte Mittagspause am Kiesstrand mit einer herzlichen deutschen Reisegruppe.
„Kerlingarfjöll im Kleinen“: Faszinierender Rückweg durch ein spektakuläres Flusstal vorbei an bunten Schutthängen in allen Nuancen, gefolgt von einer ruhigen Nacht zwischen Lupinen und Schafen.
Montag, 06. Juli 2026: Mentales Tief und die Zerreißprobe Hochland
Morgendliche Krise: Erwachen mit unentschlossenen, trüben Gedanken bei wolkenverhangenem Nullsichtwetter, gefolgt von zwei Stunden tröstendem Puffin-Kino am Felsen.
Wichtige Zukunftsentscheidungen: Erkenntnis beim Frühstücksmüsli im Auto, sich für einige Tage komplett aus der Komfortzone und dem Tourismus zurückziehen zu müssen.
Prüfstein Hochland: Gründliche mentale Auseinandersetzung und Fitnessprüfung für das bevorstehende, große Abenteuer: die geplante, raue und 16-tägige Durchquerung des isländischen Hochlands komplett zu Fuß und auf sich allein gestellt.
Dienstag, 07. Juli 2026: Ranger-Insider im Snæfellsstofa und spätes Mitternachtsglück
Vatnajökull-Nationalparkzentrum: Besuch des modernen Snæfellsstofa Visitor Center bei Skriðuklaustur zum Schreiben und Pläneschmieden; intensiver, wertvoller Austausch mit den begeisterten Rangerinnen.
Sicherheits-Weichenstellung: Erhalt spezieller Routenkärtchen für die Windschutzscheibe des Autos zur Standortbestimmung im Ernstfall; zudem Aufdecken einer veralteten Notfallnummer im System der Ranger.
Sprengisandur-Planung (F26): Detaillierte Routenanalyse bis zur Nýidalur-Hütte inklusive Live-Abfrage der aktuellen Flussfurten im Hochland durch die Rangerinnen sowie pragmatischen Tipps für ein Nahrungsdepot.
Stórurð-Gletschersee (Weg 10/9): Spontane Spättour ab dem Pass Vatnsskarð bei strahlendem Sommerhimmel und weichem Licht; eine 17 Kilometer lange, kräftezehrende Wanderung durch tiefen, sulzigen Altschnee mit PCT-Erinnerungen und einer glücklichen Rückkehr um 22:00 Uhr.
Mittwoch, 08. Juli 2026: Die 30-km-Gewalttour und das Rentiergeweih
Breidalsvík-Hütte: Erfolgreiche erste Etappe und Mittagspause an der Hütte; Orientierung an den bunten Marathon-Fähnchen des vergangenen Wochenendes und Einfangen eines faszinierenden Sonnenkreis-Wetterphänomens (Halo-Effekt).
Weglose Schlammschlacht: Harter, 12 Kilometer langer Aufstieg abseits aller Pfade durch tiefe Schneefelder und knietiefe Torf-Sümpfe, der höchste Konzentration beim Navigieren fordert und zwei schmerzhafte Umknick-Momente am linken Fuß fordert.
Der Fund des Tages: Entdeckung einer riesigen, wunderschönen Hälfte eines Rentiergeweihs im Gras; skurriler Weitermarsch mit dem schweren Zusatzgewicht auf dem Rucksack, gefilmt von Selfie-Drohne Muck.
Zoll-Erleichterung & Entschluss: Einholen der Bestätigung von Mitarbeitern einer Wetterstation, dass das Geweih legal nach Deutschland ausgeführt werden darf; zeitgleich reift der feste Entschluss: Die Island-Durchquerung ist mental und körperlich absolut machbar!
Tagesbilanz: Stolze 30 Kilometer und knapp 1.300 Höhenmeter stecken am Abend in den Knochen, gefolgt vom großen Sortieren im Camper.
Donnerstag, 09. Juli 2026: 18 Stunden Sonne und der Startschuss zum Hochland
Perfekter Morgen: Erwachen bei wolkenlosem Himmel und angekündigten 18 Stunden Dauersonnenschein im Camper nach einer unruhigen Nacht – endlich Zeit, um die Sachen bei wohligen Temperaturen zu trocknen.
Geweih-Logistik: Überlegungen zur Befestigung der Rentier-Trophäe (entweder an Willys Front oder festgezurrt auf dem Autodach mittels einer Mauer als Aufstiegshilfe).
Aufbruch zur F26: Einlegen eines ruhigen Regenerationstags für die strapazierten Sprunggelenke, gefolgt von der Fahrt vorbei am Mývatn-See direkt zum Einstieg der legendären Hochlandstraße Sprengisandur (F26), um das Nahrungsdepot an der Nýidalur-Hütte für die große Durchquerung vorzubereiten.